Airbnb - Ein Kampf gegen die Hotelleriebranche?

Läuft Airbnb der Hotellerie Schweiz den Rang ab?


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Egal ob London, Paris oder Berlin: Wenn ich als Student meine Ferien plane, ist ein Hotel für mich selten die erste Wahl. Die Plattform «Airbnb» ermöglicht es Reisenden auf einfachem Weg ein Zimmer, eine Wohnung oder gar ganze Häuser von Privaten zu mieten, und zwar zu mit Hotels vergleichbaren Preisen. Airbnb wird auch in der Schweiz immer beliebter. Was steckt hinter dem Erfolgsrezept und wo stecken die Schattenseiten? In einem subjektiven Rechercheprozess auf den Spuren des vermeintlichen Machtspiels zwischen Hotellerie und Airbnb habe ich mir die Frage gestellt: Läuft Airbnb der Hotellerie Schweiz den Rang ab?

Was kann denn dieses Airbnb?


2007 stiessen Brian Chesky, Joe Gebbia und Nathan Blecharczyk auf ein Platzproblem: An einer Design-Konferenz in San Francisco gab es keine freien Hotelzimmer mehr. Diesem Problem ein Ende setzen wollend, starteten die drei eine Online Plattform, damit Konferenz-Gäste bei ihnen übernachten konnten. Nebenbei verdienten sie sich so auch etwas Geld für die Miete dazu. Aus dieser kleinen Idee entstand in rund drei Jahren die Plattform «Airbnb», auf der Private ihr Eigenheim zur Vermietung für Reisende anbieten konnten. Spätestens 2012 nahm Airbnb kräftig an Fahrt auf und erreichte Nutzerzahlen in Millionenhöhe. Nach einem geschichtsträchtigen Wachstum präsentiert sich Airbnb heutzutage so: Über 5 Millionen Inserate weltweit mit mehr als 300 Millionen Nutzern.


Die entstandene Rivalität zur Hotelbranche ist seitens Airbnb unausgesprochen, aber nicht zu übersehen. Online einloggen, sich aus unzähligen Inseraten eines aussuchen und schon kann man ganze Wohnungen zu vergleichbaren Preisen für sich beanspruchen. Ebenso erhält man auch einmalige Gelegenheiten in eine andere Kultur einzutauchen. Die Plattform bietet der Vermieterseite eine einfache Möglichkeit an Geld zu kommen. So scheinen Hotels eine ernsthafte Konkurrenz bekommen zu haben.


Daten-Quelle: srf.ch; 11.09.2018 / Grafik: Ricardo Fariña

Eine Datenanalyse des SRF macht klar: Während die Hotellerie Schweiz kaum ein Wachstum, bzw. teilweise sogar einen Rückgang aufweist, konnte sich die Airbnb-Bettenanzahl in der Schweiz zwischen 2015 und 2017 mehr als verdoppeln. Während sich in anderen Ländern die Airbnb-Quote sogar noch deutlicher an die Hotelbetten-Anzahl annähert, kann man trotzdem auch in der Schweiz hinterfragen, was ein solches Wachstumspotential seitens Airbnb für die Hotelleriebranche bedeutet. Ich habe mich in der Hauptstadt Bern auf die Suche nach Antworten gemacht:

Der Podcast zum Thema: «Airbnb – Ein Kampf gegen die Hotelleriebranche?»

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